Weihnachten im Zweiten Weltkrieg

Kommandanten,

Die Weihnachtszeit ist etwas, auf das wir uns alle freuen. Eine Zeit, in der wir unsere üblichen Routinen pausieren und die festliche Stimmung genießen.

In den Jahren zwischen 1939 und 1945 war „Routine“ jedoch ein etwas bröckeliges Konzept. Sowohl für das Militär als auch die Zivilisten. Die Festtage nahmen in dieser Zeit eine noch größere Bedeutung ein. Man sehnte sich nach der Vertrautheit dieser Zeit und die familiären und freundlichen Gefühle, die damit verbunden waren.

Soldaten betraf das besonders. Sie waren in den weitesten Ecken der Welt im Einsatz und die meisten waren vorher nie von ihren Liebsten getrennt.

Jede Militäreinheit tat, was sie konnte, um die Zeit zu würdigen, aber die Realitäten des Krieges hatten Vorrang vor Festtagstraditionen.

Wir hoffen, dass diese Fotogalerie und eine Sammlung von Festtagsfakten schön illustriert, wie die Alliierten Weihnachten im Zweiten Weltkrieg verbrachten.

  1. Im Zweiten Weltkrieg gab es eine Knappheit an Weihnachtsbäumen, da es nicht genügend Arbeitskräfte gab, um die Bäume zu fällen und nicht genug Transportmöglichkeiten, um sie zum Verkaufsort zu bringen. Leute strömten herbei, um Kunstbäume zu kaufen.
  2. Im Jahr 1941 konnte man einen 1,5 Meter Weihnachtsbaum für 75 Cent kaufen.
  3. Eine Knappheit an den Materialien, die für die Herstellung von Ornamenten benutzt wurden, so wie Aluminium und Zinn, führte dazu, dass viele Leute ihre eigenen Ornamente zuhause machten. Zeitschriften enthielten Muster für Ornamente, die aus Materialien gemacht waren, die nicht für den Krieg benötigt wurden. Dinge wie Papier, Schnur und natürliche Objekte wie Tannenzapfen und Nüsse.
  4. Elektrische Blasenlichter wurden 1940 erfunden und sind in manchen Ländern noch heute beliebt.
  5. Um ihrem Weihnachtsbaum einen Schnee-Effekt zu verpassen, mischten Leute Seifenpulver mit Wasser und pinselten das Ergebnis auf die Zweige ihres Baums.
  6. Weniger Männer im Land bedeuteten weniger Männer, die sich als Weihnachtsmann verkleiden konnten. Frauen übernahmen die Rolle in manchen Läden.
  7. „I‘ll Be Home For Christmas“ (Ich werde Weihnachten zuhause sein) und „White Christmas“ (Weiße Weihnacht) wurden beide in den 1940ern geschrieben und fanden schnell Anklang bei der kriegsmüden, aber optimistischen Bevölkerung.
  8. Wegen der Rationierung von Reifen und Benzin waren Reisen in den Festtagen für viele Familien sehr eingeschränkt.Leute sparten ihre Lebensmittelmarken, um zusätzliches Essen für ein Weihnachtsmahl zu haben.
  9. Viele Leute warfen ihre deutschen handgeblasenen Glasornamente und exotische japanische Ornamente in den Müll, als der Krieg begann. Kurz nach dem Krieg begann die Corning Glass Company in New York, Weihnachtskugeln mit Maschinen zu produzieren, die eigentlich entworfen waren, um Glühlampen herzustellen. Corning konnte in einer Minute mehr Ornamente herstellen, als ein deutscher Glasbläser in einem ganzen Tag, wobei sie nicht die Qualität von Handfertigung hatten.
  10. Da britische Soldaten in Europa waren, wurden die vom Krieg betroffenen Familien im Vereinigten Königreich eindringlich gebeten, ihre amerikanischen Kollegen einzuladen, ihre Weihnachtsfeiern zu teilen. Die GIs stellten sich als Fest-Hit heraus, da sie eine Tendenz hatten, ihre Rationen mit ihren Gastgebern zu teilen.
  11. Ab 1939 enthielt das Radioprogramm der BBC am Weihnachtstag eine Rede vom König, ein Ereignis, das zu einem jährlichen Ritual wurde und bis heute anhält.
  12. Da sie ihre Basen dekorieren wollten, hingen Soldaten Düppel auf, Streifen metallischer Folie, die aus ihren Flugzeugen abgeworfen wurden, um Radar zu verwirren.

Wir alle hier im Team wünschen euch ein frohes Fest!

Ihr wart das ganze Jahr über eine erstaunlich unterstützende und großartige Community und wir freuen uns darauf, im Jahr 2015 noch mehr mit euch zu tun!

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Rückt aus, Kommandanten!

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